Sportwetten: Die trügerische Hoffnung aufs schnelle Geld

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Hier gibt es keine nennenswerte Konkurrenz zum staatlichen Veranstalter, der seine Lottoscheine in rund 24.000 Annahmestellen in ganz Deutschland anbietet.

  • E-Sports-Wetten verzeichnen zweistelliges Umsatzwachstum (ca. 18%)
  • Top-Titel: Counter-Strike 2, League of Legends, Dota 2
  • Umsatz aus Virtual Sports (simulierte Sportereignisse) nimmt leicht zu
  • Traditionelle Sportarten neben Fußball: Tennis, Basketball, Handball

Die Abgabenstruktur im Monopol ist naturgemäß nicht am Markt orientiert, sondern an den Interessen des Gemeinwohls, dessen Vertreter, der Staat, ja das Monopol definiert.

Online Casinos & Sportwetten Anbieter in Deutschland gesetzlich illegal

Die Berechnung der Marktzahlen beruht auf den vom Bundesministerium der Finanzen detailliert veröffentlichten Steuereinnahmen durch die Sportwette. 5,3 Prozent eines jeden Wetteinsatzes muss an den Staat abgeführt werden. Hierbei ist zu beachten, dass Wetteinsätze nicht mit Umsatz gleichgesetzt werden können. Etwa 85 Prozent der Wetteinsätze werden als Gewinne an die Spieler ausgezahlt. Die DHS hat daraufhin angekündigt, eine Korrektur vorzunehmen.

Warum lizenzierte Wettanbieter Deutschland die beste Wahl sind?

DOSB-Generaldirektor Michael Vesper erläuterte auf einer IOC-Konferenz die finanzielle Bedeutung von Sportwetten und Lotterien für den Sport. Ende Juni hat sich eine Konferenz des Internationalen Olympischen Komitees in Lausanne mit dem Thema Sportwetten und der Frage befasst, wie die Integrität des Sports geschützt werden könne. Auf dieser Konferenz, zu der Vertreter des IOC, internationaler Sportverbände, staatlicher Stellen, aus der Wettbranche und von Nationalen Olympischen Komitees wie dem Deutschen Olympischen Sportbund geladen waren, stellte DOSB-Generaldirektor Michael Vesper beispielhaft die Finanzierung des deutschen Sports auch durch Glücksspiel und Wetten vor. „Sportwetten und Lotterien werfen nicht nur ethische und rechtliche Fragen auf, sondern es geht dabei auch ums Geld. Sie haben für den Sport eine enorme finanzielle Bedeu-tung. In dem Chart sehen Sie, wie die Spieleinsätze verwendet werden: Knapp 17 Prozent gehen für die Lotteriesteuer drauf, gut 20 Prozent für „Abgaben für gute Zwecke“ und rund 13 Prozent für die Administration.

Drastischer Zuwachs an Sportwetten: Deutschlands Sonderweg

Seit dem Jahr 2000 hat sich der Umsatz mehr als verdoppelt (+ 136 %): Von knapp 27 Milliarden Euro im Jahr 2000 auf nunmehr 63,5 Milliarden im Jahr 2023. Im Jahr 2023 verloren Glücksspielende auf dem legalen Glücksspielmarkt 14,4 Milliarden Euro. 34 % entfallen hierbei auf Glücksspielautomaten in Gastronomie und Spielhallen und 31 % auf Lotterien des Deutschen Lotto- und Totoblocks. Sportwetten haben mit einem Nettoverlust von 2 Milliarden Euro ebenfalls noch einen Anteil von über 14 %. Im "Jahrbuch Sucht 2023" der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) wird der Umsatz des Sportwettenmarktes in Deutschland für das Jahr 2021 mit 18,3 Milliarden Euro beziffert und eine angebliche Steigerung der Sportwetten-Umsätze von 409,6% abgeleitet.

Sportwetten beliebt, Umsätze sinken im Lotterie-Bereich

Richtig ist: Die Wetteinsätze im Sportwettenmarkt betrugen 2021 9,4 Milliarden Euro. Dies entspricht einer Steigerung von 21 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Grund für die Steigerung: Wie die gesamte Wirtschaft wurden auch Sportwettenanbieter 2020 durch Corona-bedingte Einschränkungen getroffen. Obwohl dem Verband das Jahrbuch bisher nur in Auszügen vorliegt und daher noch nicht vollständig geprüft werden konnte, ist anhand der signifikanten Abweichung der Zahlen davon auszugehen, dass die Angaben auf einer falschen Datengrundlage oder einem Berechnungsfehler beruhen. Der Vollständigkeit halber hier im Überblick die korrekte Darstellung inklusive der bereits vorliegenden Zahlen für 2022: Der DSWV veröffentlicht auf seiner Website die Umsatzzahlen des Sportwettenmarktes in Deutschland seit 2014. Bleiben knapp 50 Prozent, die als Gewinne ausgeschüttet werden.

  • Investitionen in Werbung und Marketing werden zunehmend digital und datengetrieben
  • Affiliate-Marketing bleibt wichtiger Akquisitionskanal, unterliegt strengeren Compliance-Regeln
  • Bonusangebote und Promotionen werden zielgerichteter und personalisierter
  • Customer Acquisition Cost (CAC) steigt aufgrund des regulierten Wettbewerbs

Ganz anders sieht es im Bereich der Sportwetten aus. Hier ist das Monopol weder akzeptiert noch durchgesetzt.

Wettanbieter als Sponsoren im Sportbusiness

Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) ist eine staatliche Aufsichtsbehörde, die den Online-Glücksspielmarkt in Deutschland reguliert. Sie wurde im Zuge des Glücksspielstaatsvertrages 2021 gegründet. Dabei werden länderübergreifend Glücksspielangebote im Internet geprüft, Genehmigungen erteilt und dafür gesorgt, dass die erlaubten Glücksspielangebote den Spieler- sowie Jugendschutz bewahren. Des Weiteren bekämpft die GGL illegales Glücksspiel und Werbung dafür. In dem jährlich erscheinenden Tätigkeitsbericht der GGL wird das grundlegende Vorgehen, sowie Maßnahmen und Erfolge der Behörde erläutert.

Banijay hofft auf 100 Millionen Euro Plus

Zentraler Bestandteil des Berichtes ist die Analyse des deutschen Glücksspielmarktes. Die hier dargestellten Daten zu den Nettospielverlusten sind dem aktuellen Tätigkeitsbericht (Tabelle 1) entnommen. Im Jahr 2023 betrug der Umsatz des legalen Glücksspielmarkts in Deutschland circa 63,5 Milliarden Euro. Dies bedeutet einen Zuwachs um gut 19,5 % im Vergleich zum Vorjahr. Der größte Zuwachs zeichnet sich bei virtuellen Automatenspiel/ Online-Poker ab, deren Legalisierung im Juli 2021 erfolgte. Gleich nach Einführung der staatlichen Oddset-Wette wurde das Monopol durch eine private Veranstalterin in Bayern, die sich auf die Berufsfreiheit berief, angegriffen.

Plattform Umsatzanteil Trend
Mobile (App/Browser) 78% stark steigend
Desktop-Website 19% leicht fallend
Ladengeschäft (Stationär) 3% stabil auf niedrigem Niveau

Das Bundesverfassungsgericht gab im März 2006 im Einklang mit der europäischen Rechtssprechung grundsätzlich beide Wege frei: Abschaffung des Monopols für Sportwetten und deren Öffnung für private Veranstalter oder aber dessen Fortführung – aber nur unter der Bedingung, es stärker als bisher an dem öffentlichen Interesse der Bekämpfung von Spielsucht und Kriminalität auszurichten und auf Werbung zu verzichten.

Beliebte Online Sportwetten in Deutschland

In Deutschland bilden sie mit fast 500 Millionen Euro jährlich eine tragende Säule der Sportfinanzierung. Ohne sie könnte der Sport seine bedeutsamen Leistungen für das bet fussball wetten Gemeinwohl nicht erbringen. Darum ist es existentiell wichtig, diese Mittel für den Sport langfristig zu erhalten und möglichst auszubauen. Neben den Geldern aus den Glücksspielerträgen sind es vier weitere Quellen, die das ganze Feld des Sports in Deutschland bewässern und dafür sorgen, dass es blüht: zweitens die Einnahmen aus Vermarktung und Sponsoring, von der Ebene der örtlichen Vereine über die Landesfachverbände bis hin zum Spitzensport in den nationalen Fachverbänden und im DOSB. Hierzu zählen auch die Mittel aus dem IOC-TOP-Programm; drittens fließen weitere Drittmitteletwa für konkrete Projekte von Stiftungen oder aus Olympic Solidarity; und viertens die Förderung des Staates, die dieser auf allen drei Ebenen, nämlich durch Bund, Länder und Kommunen gibt.

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Während sich die Kommunen und die 16 Länder überwiegend um den Breitensport, einschließlich des Schulsports, kümmern, zielt der Bund fast ausschließlich auf den Spitzensport. Hier ist es uns gelungen, trotz Finanzkrise und Sparhaushalten seit Gründung des DOSB erhebliche Steigerungen durchzusetzen. Insgesamt handelt es sich um ein Volumen von mehr als 1 Milliarde Euro, die jährlich in den gemeinnützigen Sport auf allen Ebenen fließen. Ein kurzer Blick auf den administrativen Haushalt des DOSB, der ja sowohl das Nationale Olympische Komitee für Deutschland ist als auch der Dachverband aller nationalen Fachverbände und aller 16 Landessportbünde mit fast 28 Mio. Mitgliedschaften in 91.000 Vereinen. Die Länder entschieden sich mit dem geltenden Staatsvertrag für den zweiten Weg. Seitdem darf der Deutsche Lottoblock weder für seine Produkte werben noch zur Verbreitung das Internet nutzen.

Änderungen durch den Glückspielstaatsvertrag 2021

Er finanziert seine Arbeit in erster Linie aus Vermarktungs- und Spon-soringeinnahmen (42 Prozent), ferner aus Erträgen der Glücksspirale (37 Prozent), einer staatlichen Lotterie, die anlässlich der Olympischen Spiele in München auf Anregung von Willi Daume geschaffen wurde und kürzlich ihren 40. Geburtstag beging, und aus den Beiträgen unserer rund 90 Mitgliedsverbände (21 Prozent). Zusätzlich erhalten wir öffentliche Mittel im Wesentlichen nur für drei Zwecke: für die Entsendung der deutschen Olympiamannschaften zu den Spielen, für konkrete Projekte, vor allem für solche im Ausland oder für die Integration Zugewanderter, und für die Finanzierung unserer Sportjugend. Andere öffentliche Mittel leiten wir an unsere Mitgliedsorganisationen weiter, oder sie erhalten sie nach unseren fachlichen Vorgaben für die Spitzensportförderung: Der DOSB hat hierüber konkrete Zielvereinbarungen geschlossen – einerseits mit dem Bundesinnenministerium und andererseits mit jedem einzelnen Fachverband über einen Olympischen Zyklus. Nun aber zur Finanzquelle aus Sportwetten und Lotterien.

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Im Haushalt des DOSB macht sie gut ein Drittel aus. Bei den Landessportbünden sind es rund 80 Prozent, und zwar ganz überwiegend aus den Lotterien, nicht aus den Sportwetten. Das unterstreicht die lebenswichtige Bedeutung dieser Mittel. Der amtliche Oberbegriff für beide Genres lautet „Glücksspiele“. Für uns als Sport-Kenner ist das nicht akzeptabel: Denn jeder weiß, dass über den Gewinn in einer Lotterie ausschließlich der Zufall entscheidet, der im positiven Fall zum Glück wird. Das führt zu absurden Situationen, etwa bei der FIFA-WM 2006.

  • Steueraufkommen aus Sportwetten für den deutschen Fiskus 2026: ca. 800 Mio. Euro
  • Glücksspielstaatsvertrag (GlüStV) bildet weiterhin rechtlichen Rahmen
  • Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) überwacht Einhaltung der Regularien
  • Strikte Werbebeschränkungen beeinflussen Marketingbudgets der Anbieter

Dann kam die erwähnte Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts – und Oddset hatte das zweifelhafte Vergnügen, wie alle anderen Sponsoren den vollen Beitrag in zweistelliger Millionen-Höhe zahlen zu dürfen, ohne jedoch in Erscheinung treten zu können. Da sage noch einer, es gebe in der Wirtschaft keine altruistischen Neigungen.

Prozessfinanzierung: Klagen ohne Risiko

Die Richtigkeit eines Tipps bei einer Sportwette hingegen beruht einzig und allein auf dem besseren Fachwissen, wie wir gerade in diesen Tagen immer wieder feststellen – oder auch nicht. Nicht allein aus diesem Grund halten wir es für falsch, beide Bereiche wie bisher über einen Kamm zu scheren. Derzeit gilt in Deutschland für Lotterien und Sportwetten ein staatliches Monopol, das – weil nicht die Bundes-, sondern die Landesebene zuständig ist – in einem Staatsvertrag aller 16 Länder fixiert ist; er gilt noch bis Ende 2011 und wird jetzt unter unserer Beteiligung evaluiert, um eine angemessene Anschlussregelung zu finden. Das Lotto-Monopol ist nicht nur allseits akzeptiert, es funkti-oniert auch bestens. Im vergangenen Jahr setzte der Deutsche Lottoblock 6,72 Milliarden Euro um, davon 6,4 Milliarden Euro im Bereich der Lotterien, das sind über 95 Prozent. Das Monopol steht hier nur noch auf dem Papier: Zum einen ist das staatliche Angebot entscheidend gehandicapt durch das Werbeverbot, den Ausschluss des Vertriebs über das Internet und vor allem die wenig attraktiven Gewinnquoten.

  • Umsatzanteil der Top-5-Bundesliga-Vereine an Vermarktungspartnerschaften: über 40%
  • Sponsoring-Einnahmen der Clubs aus Wettingdustrie stagnieren aufgrund von Werbebeschränkungen
  • Vermehrt Nutzung von "Official Betting Partner"-Status in der Werbung
  • Diskussion um Werbeverbote auf Trikots und in Stadien hält an