Illegales Glücksspiel Gesetz aus Malta sorgt in Deutschland für Ärger
Schließlich wollen die Anbieter die Spieler bei Laune halten, damit sie wiederkommen und womöglich mehr Geld verlieren.
Online-Casinos - Schattenwelt des Glücksspiels
Die Muttergesellschaft Löwen Play weist diese Aussage nun zurück. Das Firmengeflecht hinter Lapalingo enthält weitere Ungereimtheiten. Der offizielle Eigentümer des Kasinos residiert in einem unscheinbaren Reihenhaus am Hafen von Gżira. Auf den Briefkasten hat jemand einen Zettel geklebt, wonach gleich drei Firmen diese Adresse nutzen: neben einer Rabbit Entertainment auch eine Rabbit Bettertainment und eine United Remote. Alle drei teilen sich anscheinend ein kleines Büro, und sie sind auch geschäftlich eng verknüpft: Rabbit Entertainment betreibt das Online-Kasino Lapalingo, United Remote stellt die Software bereit.
Casinospiele in Spielbanken
All das nährt den Verdacht, dass die Firmen zusammengehören. Und tatsächlich: Hinter ihnen steckt derselbe Treuhänder. Der wirkliche Eigentümer des Offshore-Konstrukts bleibt wie üblich im Dunkeln, wofür es meist gute Gründe gibt. In der Branche geht es um hohe Eurobeträge, Geldwäsche ist ein Dauerthema. So etwas setzt man nur auf, wenn man etwas verschleiern will", sagt der Geldwäsche-Experte Andreas Frank. Nicht wahrscheinlich aber auch nicht undenkbar ist, dass sich die maltesischen Casinos organisieren, um selbst weniger zurückgeben zu müssen: Wird ein Anbieter von einem Österreicher auf Rückzahlung dessen Verluste verklagt, könnten die anderen Anbieter prüfen, ob der Kläger bei ihnen Gewinne gemacht hat, und diese gegebenenfalls zurückfordern. Das könnte manche Spieler abschrecken, selbst zu klagen. Nicht alle Online-Casinos sind auf Dauer erfolgreich; wird ein Unternehmen zahlungsunfähig, ist das Management (respektive der Konkursverwalter) sogar verpflichtet, möglichst alle Forderungen einzutreiben. In solchen Fällen droht österreichischen Zockern schon eher die Rückzahlungspflicht, zurück bis 1994, plus Zinsen.
Die Vorteile von MGA Casinos für die Spieler
Anscheinend ist Sara K. an dem Tag die einzige Mitarbeiterin. Von hier aus soll sie sich um mindestens 300 000 Spielerkonten kümmern, die auf Lapalingo angemeldet sind. Viel braucht sie dafür nicht: einen Computer samt Drucker, einen Tisch und ein Sofa. Ob sie Bülent K.
Blackjack, Roulette und andere Tischspiele
oder Löwen Play kenne? Auf spätere schriftliche Anfragen reagiert K. nicht. Ihr Chef Philippe W. ist an diesem Nachmittag nirgends zu sehen. Sogar bereits liquidierte Anbieter könnten wiederbelebt werden, um Geld aus Österreich zu holen und zu kurz gekommenen Konkursgläubigern nachträglich etwas zukommen zu lassen.
| Casino | Live-Spielangebot (DE-Sprache) | Min.- / Max.-Einsatz | Anbieter der Live-Tische |
|---|---|---|---|
| LeoVegas | Blackjack, Roulette, Baccarat, Poker | €1 - €5000 (variiert) | Evolution, Pragmatic Play Live |
| Videoslots | Roulette, Blackjack, Dream Catcher | €0.50 - €2000 | Evolution Gaming |
| Dunder | Roulette, Blackjack, Casino Hold'em | €1 - €1000 | Evolution Gaming |
| Casumo | Lightning Roulette, Monopoly Live, Blackjack | €0.10 - €5000 | Evolution, Ezugi |
Umstritten ist, ob die Weigerung Österreichs (und Deutschlands), maltesische Glücksspiellizenzen anzuerkennen, zulässig ist.
Willkommensbonus und Aktionen
entwickelt hat und die Lapalingo jetzt anbietet. Offenbar hängen viele Akteure im Umfeld von Lapalingo also zusammen. Mindestens zwei Mitarbeiter, die für K. gearbeitet hatten, wechselten zu Lionline. Einer von ihnen ist laut der Karriereplattform Linkedin inzwischen Entwicklungschef bei Lionline.
1. Regulierung und Lizenzierung
Eine gewisse Sara K. attestiert diesem Mitarbeiter auf Linkedin Kenntnisse im Online-Glücksspiel. Sara K. wiederum arbeitet für Rabbit Entertainment, den Betreiber des Online-Kasinos Lapalingo. An einem Montag im Sommer empfängt sie in den Büroräumen der Firma auf Malta. Die EU-Verträge garantieren in Artikel 56 AEUV nämlich die Dienstleistungsfreiheit; Unternehmen sollen ihre Dienstleistungen grenzüberschreitend anbieten können, ohne in jedem Land unterschiedliche Zulassungshürden überwinden zu müssen.
- Vorteile der MGA-Lizenz für Spielerschutz und Streitbeilegung
- Mobile Kompatibilität: iOS, Android und Browser-Gaming
- Bonustypen: Freispiele, Einzahlungsboni, Cashback
- Spielersperrsysteme wie der MGA's Self-Exclusion Mechanism
- Beliebte Spielkategorien bei österreichischen Spielern
- Transparenz der Geschäftsbedingungen (Allgemeine Geschäftsbedingungen)
Die EU-Kommission hat trotz Beschwerden Betroffener bisher nichts unternommen. Also hat voriges Jahr ein maltesisches Gericht den Europäischen Gerichtshof (EuGH) angerufen, um zu klären, ob das deutsche Online-Glücksspielverbot gegen die Dienstleistungsfreiheit verstößt (Az.
- Casinos mit MGA-Lizenz, die österreichische Spieler akzeptieren
- Steuerliche Behandlung von Casino-Gewinnen für österreichische Residenten
- Verfügbarkeit von Euro (EUR) als Währung und gängige Zahlungsmethoden
- Spielauswahl: Slots, Tischspiele und Live-Dealer aus Malta
- Deutschsprachiger Kundensupport rund um die Uhr
- Willkommensbonus und laufende Promotionen für österreichische Neukunden
Manche Anbieter befolgen die österreichischen Urteile, andere nicht.
| Zahlungsmethode | Verfügbarkeit | Transaktionsdauer Einzahlung | Transaktionsdauer Auszahlung | Typische Gebühren |
|---|---|---|---|---|
| Banküberweisung | Sehr Hoch | 1-3 Bankarbeitstage | 3-5 Bankarbeitstage | Keine (vom Casino) |
| Skrill / Neteller | Hoch | Sofort | 24 Stunden | Evtl. E-Wallet Gebühr |
| Paysafecard | Hoch | Sofort | Nicht möglich | Keine |
| EPS (Österreich) | Mittel | Sofort | Nicht möglich | Keine |
| VISA / Mastercard | Sehr Hoch | Sofort | 1-3 Bankarbeitstage | Keine (vom Casino) |
Seit 2023 ist es besonders schwierig, sie zwangsweise in Malta durchzusetzen. Seither sieht das Land in seinem Glücksspielrecht nämlich vor, dass solche ausländischen Urteile gegen in Malta legale Anbieter nicht anzuerkennen und nicht zu exekutieren sind. Strittig ist, ob diese Bestimmung gegen EU-Recht verstößt, das grundsätzlich gegenseitige Anerkennung von Gerichtsurteilen vorsieht.
Wie viel Geld steckt im Online-Spielmarkt?
Er hat früher für die maltesische Glücksspielaufsicht gearbeitet und ist ein gefragter Mann: Laut maltesischem Handelsregister ist W. für mehr als 80 Firmen auf Malta tätig, viele davon in der Glücksspielbranche. Alleine sechs Firmen, bei denen Phillippe W. als Geschäftsführer eingetragen ist, laufen auch auf die Adresse von Rabbit Entertainment. Sie alle gehören zu einem undurchschaubaren Firmenkonstrukt.
Live Dealer Spiele in Malta Casinos
Löwen Play will mit alldem nichts zu tun haben. Im Konzern scheint sich Malta allerdings als lukrativer Standort herumgesprochen zu haben: Der Geschäftsführer der Lionline Entertainment hat gemeinsam mit einem seiner Mitarbeiter erst im Februar zwei Firmen auf der Insel eröffnet. So richtig glücklich ist mit der Situation am österreichischen Glücksspielmarkt niemand. Obwohl es ein gesetzliches Monopol gibt, das derzeit die Casinos Austria AG (Casag) innehat, bedienen Kasinos ohne gültige Konzession wie Bwin und William Hill rund die Hälfte des Onlinemarktes. Das Monopol wird ausgehöhlt, während die anderen keine Chance auf eine Lizenz haben. Die Rechtslage in Deutschland unterscheidet sich von jener in Österreich in mehreren relevanten Punkten.
Prozessfinanzierung: Klagen ohne Risiko
Offiziell cas casino 1 euro einsatz dürfen in Österreich ausschließlich Unternehmen der Casinos Austria Glücksspiel anbieten. De facto bespielen aber illegale Anbieter große Teile des Marktes Die Auswirkungen der Entscheidung sind nur teilweise deutlich. Sicherlich stärkt sie die Marktposition des einzigen unstrittig legalen Anbieters, der Österreichischen Lotterien, die online auch Roulette, Black Jack, Poker und andere Glücksspiele anbieten. Denn dort können österreichische Zocker etwaige Gewinne behalten. Dass die ausländischen Online-Casinos jetzt österreichweit nicht-lukrative Kunden verklagen, ist eher unwahrscheinlich. Gleich ist beiden Ländern, dass sie nie einen Widerspruch zwischen ihrer Glücksspielregulierung und der EU-rechtlichen Dienstleistungsfreiheit anerkannt haben oder anerkennen mussten.
| Casino Name | Betreiber / Gruppe | Besonderheiten für Österreich | Gründungsjahr |
|---|---|---|---|
| Videoslots | Videoslots Limited | Spezielle Promotionen, direkte EUR-Transaktionen | 2011 |
| LeoVegas | LeoVegas Gaming Ltd | Mobile First, Österreichischer Live-Chat-Support | 2012 |
| Dunder | Dunder Ltd | Einfache Bonusbedingungen, Österreichisches Deutsch | 2016 |
| Casumo | Casumo Services Limited | Adventuresystem, Österreichische Zahlungsmethoden | 2012 |
Zu den juristischen Unterschieden zählt, dass die Verjährungsfrist in Deutschland mit drei Jahren (in bestimmten Fällen eventuell zehn) deutlich kürzer ist als die österreichischen 30 Jahre.
Wie groß ist der Schwarzmarkt?
Dieser hat sowohl Kontakte zu Löwen Play als auch zu Lapalingo, er ist ein ausgewiesener Experte mit offenbar guten Verbindungen nach Malta. Zahlreiche Online-Kasinos benutzten Software der Firma KGR Entertainment, als deren Chef K. fungierte. Im Herbst 2014 trägt der Mannheimer Unternehmer auch die Markenrechte für das Online-Kasino Lapalingo auf Malta ein. Im Zusammenhang mit United Remote taucht cas serioses casino deutschland der Name von Bülent K.
Welche Zahlungsmethoden werden in Malta-basierten Online-Casinos akzeptiert?
ebenfalls auf, die Webseite der Firma läuft auf ihn. Bülent K. möchte seine geschäftlichen Unternehmungen nicht kommentieren. Löwen Play ist da auskunftsfreudiger: Man habe von K. Software gekauft, teilt der Konzern schriftlich mit, darunter Spiele, die K. In Österreich sieht das Glücksspielgesetz, ein Bundesgesetz, nur eine einzige, bundesweite Konzession vor. In Deutschland wird das nicht per Gesetz, sondern per Staatsvertrag zwischen den Ländern geregelt, dem Glücksspielstaatsvertrag. War Online-Glücksspiel zuvor republikweit außer in Schleswig-Holstein verboten, können seither alle deutschen Länder Lizenzen erteilen. Aktuell gibt es eine Lizenz für ein Online-Casino (Staatliche Lotterie- und Spielbankenverwaltung Bayern), fünf für Online-Poker (allesamt aus Malta), und zahlreiche für virtuelle Automatenspiele (Firmen aus Malta, Deutschland und eine aus Österreich).
So sicher sind MGA Casinos
In den Paradise Papers zeigte sich, wie deutsche Banken systematisch gegen Glücksspielgesetze verstoßen. Jetzt interessieren sich auch Staatsanwälte für einige Fälle. Doch offenbar haben die Offshore-Anwälte unsauber gearbeitet. Denn bis vor kurzem fand sich an anderer Stelle ein Hinweis auf die wahren Eigentumsverhältnisse: In elektronischen Dokumenten der maltesischen Aufsicht gab United Remote bis vor wenigen Monaten die Webseite von Lionline als die ihrige an. Eine schriftliche Anfrage der SZ an die maltesische Behörde, was Lionline mit United Remote zu tun hat, blieb unbeantwortet.
Welche Arten von Spielen bieten Malta-basierte Online-Casinos an?
Kurz nach dieser Anfrage verschwand die Webseite von Lionline aber aus dem Register. Lapalingo hatte auf seiner Seite außerdem ganz offen damit geworben, eine "Schwestergesellschaft" der Lionline zu sein. Hat das deutsche Unternehmen Löwen Play also unter dem Deckmantel maltesischer Firmen etwas mit Online-Kasinos für den deutschen Markt zu tun? Man habe Lapalingo erfolgreich aufgefordert, den "unzutreffenden Zusatz" der Schwestergesellschaft zu löschen, heißt es schriftlich. Was Löwen Play aber bestätigt, sind geschäftliche Beziehungen zum Mannheimer Glücksspielunternehmer Bülent K. Seit dieser grundlegenden Änderung sind mehr als drei Jahre vergangen, neue Fälle nach der alten Rechtslage dürfte es also kaum noch geben.
- Vergleich von Willkommenspaketen für österreichische Spieler
- Akzeptanz von E-Wallets wie PayPal, MuchBetter oder ecoPayz
- Spiele mit hoher Volatilität für erfahrene Spieler
- Bearbeitung von Beschwerden über den MGA-Beschwerdemechanismus
- Einfluss von Währungsschwankungen auf Ein- und Auszahlungen
- Social-Media-Präsenz und Community-Aspekte
Inzwischen haben Deutsche zahlreiche legale Möglichkeiten, ihre Euro zu verzocken – und legale Verluste bekommen sie nicht zurück. Dafür dürfen sie etwaige Gewinne behalten (oder wieder verzocken), und das steuerfrei. Das Österreichische Glücksspielrecht sieht in diesem Bereich keinen freien Markt vor. Ganz im Gegenteil, alle Lizenzen, die der Staat ausgibt, befinden sich in der Hand eines einzigen Anbieters. Das gilt sowohl für stationäre Casinos als auch für Online-Spiele.
- Notwendigkeit der Spielerkennung (Log-in) vor dem Spiel
- Angebote für Hochroller (High Roller) und VIPs
- Technische Voraussetzungen (Browser, Internetgeschwindigkeit)
- Transparenz bei Bonuswerbung (klar kommunizierte Bedingungen)
- Verwendung von Bonusguthaben vs. Echtgeldguthaben
- Rückverfolgbarkeit von Transaktionen und Spielverlauf
Die Casinos Austria, als ehemaliger staatliche dominierter Konzern, halten alle Lizenzen, die mindestens noch bis zum Jahr 2027 gültig sind, manche gehen zeitlich sogar darüber hinaus. Doch mit der teilweisen Verlagerung des Geschäftsmodells in Internet, haben Ländergrenzen keine Bedeutung mehr. Immer mehr Spieler klagen Verluste einDas gilt vor allem dann, wenn ausländische Anbieter mit der Lizenz eines anderen EU-Landes in Österreich tätig werden. Der Rechtsstreit darüber, ob diese Unternehmen legal oder illegal am österreichischen Markt tätig sind, tobt seit vielen Jahren. Mittlerweile landen immer mehr Verfahren vor Gericht, vor allem wenn es darum geht, dass Spieler ihre Verluste von ausländischen Unternehmen zurückfordern.
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